Raubkopien im real life – frage der woche an die tugendterroristin

19 02 2009
raubkopie1

Raubkopien auf der weide

Um meinen um 03:47 aufgetretenen wissensdurst zu stillen, fragte ich neuerdings wieder etwas über biologische piraterei:

„Werteste Fr. Prof. Terroristin,Schon lange erfreuen uns die musikindustrie und die musikpiraten mit ihrer apokalyptischen jüngsten-gericht-show, wo wir von abwechselnder seite überzeugt werden, dass jeweils die großen konzerne bzw. der arme aber diebische konsum-hansl und die im-durchschnitt-30%-weniger-verdienende piraten-gretl im krieg um das neueste kurt-cobain-ist-tot-und-wir-verdienen-weiter-album oder auch tick-tack-zehe-nochmals-comeback-live-mitschnitt oder auch britney-spears-hat-den-ausgang-der-reha-klinik-gefunden-feier-doppelalbums oder auch jörg-haider-gedenk-erinnerungs-brückenbau-CD-mit-DVD-und-schnappsglaserl-und-VW-schlüsselanhänger
… jetzt hab ich den faden verloren … aja … sich im krieg befinden und dabei entweder die menschen- oder die urheberrechte verletzt werden.
Meine frage dazu geht aber in eine komplett andere richtung: Wie schauts mit piraterie bei tieren aus, zb war doch die Dolly aus Wales eindeutig eine raubkopie und hat mMn das urheberrecht von herrgott/fraugöttin schöpfer/in eindeutig verletzt. Ist sowas legal, bzw kommt man da religiös gesehen nicht in eine ungute situation, dem wirklich jüngsten gericht gegenüber?

Hoffend auf Ihre erhörung
verbleibt das
René Monet“

Antwort nachzulesen hier!

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Onan der missverstandene …

10 02 2009

Masturbation - Gustav Klimt

Wieder einmal erreichte mich per pferdekurier eine dringende anfrage  um erleuchtung in einer sehr diffizilen thematik:

„Sehr verehrter Herr Textsuppenkoch und Wissender in allen sieben Weltlehren!Viel reflektiere ich dieser Tage über die segensreichen Lehren von Mutter Kirche.
Die dieswöchige Frage oszilliert zwischen bekannt und pikant: Als bekannt im katolischen
(sic!) Kontext gilt die rückenmarksschädigende Wirkung der nicht bloß semantischen Onanie. Was ist der genaue anatomische Unterschied zur korrekten ehelichen Semination in reproduktionaler Intention, die laut Katechismus keine körperlichen Schäden bewirkt? Und warum leidet das Sehvermögen masturbierender Damen nicht?
Hochachtungsvoll,
Frau Minkasia

Die praktische onanie, die scheinbar ihren ursprung in der alttestamentarischen geschichte des Onan hat, wird in ihren moralischen (und auch körperlichen) auswirkungen völlig falsch eingeschätzt. Aufklärend möchte ich zuerst voranstellen, dass Onan NICHT wie manche behaupten, von seinem gott bestraft wurde, weil er seinen samen zum geraniengießen verwendete, sondern weil er seine schwägerin nach dem tod seines bruders nicht heiraten (das levirat) und ihn (den samen) IHR (der schwägerin) nicht hineinseminieren wollte, was ich natürlich trotzdem nicht gutheißen möchte. Sonst sagt die zb die bibel nichts eindeutiges über onanie.

Die rückenmarksschäden dagegen kommen von Kant, der völlig zurecht die onanie als noch verwerflicher als selbstmord einschätzte und damit einen wichtigen beitrag zur abendländischen kultur lieferte. Kant auferlegte sich bände seiner eigenen werke, um den trieb der selbstbefriedigung zu widerstehen, solange, bis er rückenschmerzen hatte und trotzdem wichste. Er verschwieg die bücherkasteiung allerdings und übrig blieb das gerücht der rückenmarksschädigung. Damen hatten das problem nicht, da sie in der bibel sowieso fast nicht vorkommen.

Zusammenfassend kann ganz klar gesagt werden, das onanie nach Kant mit dem tode bestraft gehört, genauso wie unsinniges beschäftigen mit sudokus am sonntag (nach berichten von spontan-orgasmen auch eine art der onanie)! Daher kommen nämlich die kurzsichtigen! Bei diesem thema kann man eigentlich gar nicht fundamentalistisch genug sein. Biologielehrerinnen, die das gegenteil behaupten, werden in der hölle schmoren!

Wie schrecklich onanie sein kann, sieht man hier!