Geschunden durch den schmutz!

15 09 2012

Wir schinden uns für euch, wir beschmutzen unsere kehlen mit feuchten träumen und bierschäumen, bis es uns die aphrodite aus der klomuschel herausdrückt! Wir schenken unsere jungfräulichkeit her, besudeln unsere reputationen und verunglimpfen alle, die es nicht einmal verdient hätten. Wir beschwören den weltuntergang nur für eine billige pointe! Wir zerlegen und zeranalysieren unser innerstes und schämen uns ohne grund und hoden!

Wir sind die original linzer worte und am 22. september im posthof zu sehen! Die grausamsten preise der tombola des grauens warten ebenso auf euch, wie der von uns völlig unterbezahlte „Manfred REBHANDL“ der sogar einen pulitzerpreis oder sowas im krimigenre mit seinem „schwert des ostens“ gewonnen hat. Vielleicht liest er uns auch was vor, weil er machts nur gegen geld!

Wogegen wir unsere schleimhäute völlig gratis prostituieren, lediglich eine schutzgebühr von 7/9/11 eypos müssen wir zwecks griechenlandhilfe einheben. Aber dafür sorgen die schutzgeldkassierer vom posthof, da machen wir unsere hände nicht schmutzig!

Kommet, ihr kinderlein, kommet!

Wer noch immer nicht überzeugt ist, möge sich doch gefälligst das interview mit der Fr. Präsidentin und mir anhören, dann müssten eigentlich alle bedenken ausgeräumt sein! -> http://fro.at/

linzerworte.blogspot.com
www.posthof.at

 





Ein wort über griechenland …

1 02 2012
Zeus entführt Europa

Zeus entführt Europa

Es ist Nacht am Olymp. Nyx heißt sie und Zeus fürchtet sie. Zeus, Göttervater und Herrscher Griechenlands, sitzt müde mit dem Kopf in seinen Händen am göttlichen Schreibtisch und seufzt: „Die Titanen! Wie ich sie hasse!“

Es klopft und ein Diener erscheint. Er kündigt das Eintreffen des Hermes an, Gott der Händler und des Marktes, Bote der Menschen. Hermes tritt ein. Er atmet schwer, auf seiner stolzen Stirn eine tiefe Sorgenfalte.

Sofort erhebt sich Zeus und grüßt mit aufgehellter Miene: „Ah Hermes! Guter Hermes! Komm und setz dich, ruh dich aus! Etwas Wein?“

Danke. Regelmäßig Wein und einen Stuhl. Die befriedigendsten Gaben in dieser schweren Zeit.“ Er nimmt einen Schluck. „Die Menschen protestieren! Sie erheben sich gegen den Olymp! Gegen die Olympier!“

Sprich Hermes! Wie ernst ist es unten im Volk? Wie geht es meinen geliebten Griechen?“

Die Griechen verstehen nicht, wohin all das viele Geld gekommen ist, das uns von den Titanen geliehen wurde. Sie sind zornig, streiken und drohen mit einem Aufstand. Wir haben keine Wahl, ihr müsst handeln!“

Zeus tritt ans Fenster und blickt hinunter auf ein fernes Athen, in dem schmutzige Kinder weinen, Frauen sich blond gefärbte Haare raufen und mürrische Männer knurrend Retsina schlürfen. Er dreht sich zu Hermes, der sich gerade nackt auszieht und seinen Hintern und Anus erwartungsvoll dem Göttervater anbietet.

Hermes nicht jetzt! Ich bekomme von den Titanen dauernd eine auf den Deckel. Sie wollen ihr Geld wiedersehen und leihen uns solange kein neues, bis wir das alte zurückgezahlt haben.“

Hermes zuckt mit den Schultern während er sich wieder anzieht. „Und wofür haben wirs ausgegeben?“

Nun da wären Jason und Medea. Sie haben sich zerstritten und sie will nun zu ihrem Vater Äetes zurück. Nach der Scheidung muss Jason ihre Hälfte des goldenen Vlieses auszahlen. Dazu kommen noch die Alimente für den Sohn, Medos. Odysseus fordert mehr Geld für den Krieg gegen Troja. Er will irgendso ein dummes Pferd bauen lassen. Sisyphos verlangt einen Mindestlohn. Und er will eine Pensionsrücklage für die Zeit nach dem Steinerollen.“

Hermes nickt. „Aber das ist wohl nicht so dringend. Das kann noch dauern, bis der fertig ist.“

Schon. Aber dazu kommen noch die Kosten der dauernden Lebertransplantationen für Prometheus, die Heizkosten für Helios, Andromedas und Perseus‘ Reise zu den Sternen. Dann noch Kybela in Phrygien. Sie verlangt Unsummen für die Psychotherapie zur Behandlung von Dionysos‘ Wahnsinn …“

Mein Herr Zeus!“ spricht Hermes. „Die Menschen fordern ebenfalls etwas von Euch. Es geht um all eure unehelichen Kinder. Sie wollen Alimente.“

Oh.“ Zeus räuspert sich peinlich berührt. „Von wievielen angeblich von mir gezeugten Kindern reden wir da?“

Nun da wären Herakles, Perseus, Persephone, Iasion, Dardanos, Harmonia …“

Zeus nickt zustimmend: „Jaja. Harmonia.“

Hermes fährt fort: „Weiters die Zwillinge Amphion und Zethos, Kolaxes, Pan, Minos, Sarpedon, Rhadamanthys, Tityos, die Chariten: Aglaia, Euphrosyne, Thalia und Asopos. Hmm. Artemis. Apollon. Helena.“

Zeus winkt genervt ab. „Ich versteh schon.“ 

Athene. Melete, Mneme, Aoide, Klio, Melpomene, Terpsichore, Thalia, Euterpe, Erato, Urania, Polyhymnia, Kalliope …“

Es reicht! Danke Hermes!“

Hermes zögert. „Insgesamt 64. Dann noch … ich. Hermes.“

Auch du?“

Äh. Ja. Maia? Meine Mutter. Erinnerst du dich?“

Ach stimmt. Das hätt ich jetzt fast vergessen. 65?“ 

Zeus klatscht in die Hände: „Also gut. Was tun wir? Wir brauchen Lösungen hier.“

Wir könnten die Asen fragen? Odin? Vielleicht borgt uns der etwas? Oder die Ägypter?“

Nein nein. Das hab ich alles schon versucht. Der Ase Loki hat eine Ratingagentur aufgemacht und uns prompt auf Ramsch runtergestuft. Kein Schwein gibt uns mehr Kredit. Nicht einmal die Jehowa-Kerle, wie heißen die?“

Juden?“

Ja. Genau. Wir müssen uns etwas anderes überlegen.“

Wir könnten etwas verkaufen? Privatisieren. Vielleicht die Tarnkappe? Die Hadeskappe? Eventuell die Flügelsandalen. Die müssten doch gutes Geld bringen. Wir könnten den Hermesstab an die Amerikaner verkaufen. Die verwechseln den sicher mit dem Äskulapstab und zahlen das zehnfache.“

Zeus ist begeistert. „Ja! Oder die Büchse der Pandora! Die bringt sicher einiges.“

Da muss ich Euch enttäuschen, Herr. Die Büchse der Pandora ist leider schon leer. Aber eventuell das Füllhorn?“

Nein. Das haben wir schon verkauft. War ein schlechtes Geschäft. Und wenn wir einfach aus der Götterunion austreten?“

Hermes runzelt die Stirn. „Das scheint mir eine teure Option zu sein. Wir bräuchten eine neue Währung und diese würde sofort um 60 – 70 % abwerten. Unser Handel wäre auf Jahre hinaus zerstört.“

Laut krachend schlägt Zeus mit der flachen Hand auf den Tisch. „Man hätte uns das Geld erst gar nicht geben dürfen! Eine Unverschämtheit! Wir brauchen hier einen Schuldigen, Hermes! Vorschläge?“

Hermes denkt nach. „Die Jehova-Kerle?“

Ja. Das klingt gut. Die nehmen wir.“ Voller Elan fährt der Göttervater fort: „Weiters verkaufen wir den ganzen Wunderramsch, diese Flügelpatschen und den Schlangenstecken. Und in die Pandoraschachtel füllen wir noch einen Haufen faule Kredite und verschenken sie an diese lästige Germanin, wie heißt die? Merkel! Genau. Der sagen wir sie soll nicht reinschauen und wenn sie es trotzdem tut, dann ist sie selber schuld! Ha!“ Vergnügt spuckt sich Zeus in die Hände. „So und jetzt: Hosen runter Hermes! Arschbacken auseinander! Ich brauch Entspannung!“

Hermes entkleidet sich wieder. Der Vorhang fällt.





Kleines esoterik-abc …

18 10 2011
Steine hinter gitter

Steine hinter gitter ...

Heute beginne ich das kleine esoterik-abc gleich mit drei themen. Eine „lichtarbeit“ für mich, um den frust an verbreiteten aberglauben und allgemeiner unwissenheit abzubauen … Legen wir gleich los. 

Kelten: Menschen, die unbestritten einmal in europa lebten und ziemlich schreibfaul waren. Bei ihnen konnten nur die druiden lesen und schreiben und das macht jene wiederum sehr interessant. Sie bauten gerne kalender aus steinen, die allerdings durch ihre größe und ihr gewicht relativ unhandlich waren. 

Steine: Sie sind kein gewöhnliches baumaterial. Hauptsächlich sind sie religiös, bergen energien in sich und haben ein gedächtnis. Man teilt sie in gute und böse steine ein. Die guten liegen still am boden, merken sich alles, was rundum passiert und strahlen energien aus, während die steine, die sich über den köpfen von menschen befinden, tendenziell zu den bösen steinen gehören. Sie verursachen je nach größe und höhe körperliche beschwerden, wie zb. kopfschmerzen, beulen, gehirnerschütterungen bis hin zu inneren blutungen und geknickte genicke. Wichtig: Bei steinen kommt es auf die polarisation der energie an! Ein dreimaliges klopfen auf die oberseite reicht, um den stein positiv zu polarisieren.

Radiästhesie / Radiästhetik: Durch pendeln und rutengehen erfühlt der sensible mensch die strahlung der geopathogenen phänomene. Wasseradern und störfelder lassen krebs entstehen, somit wird man unfruchtbar und deswegen kann man dann nicht schlafen. Glücklicherweise entwickelten zwei französische provinzpfarrer ende des 19. jahrhunderts rechtzeitig diese kunst, um schlimmeres abzuwenden. Bereits die römer nutzten die radiästhetisch wahrnehmbaren eigenschaften in der landschaft, um ihre häufig schnurgeraden heerstraßen mit aufbauender energie zu versorgen und so ihre marschierenden legionäre zu kräftigen.

Bis bald mit neuen stichwörtern …

Euer René Monet





Linz

24 06 2010

Da heute post-skriptum-poetry-open-air-slam ist (siehe letzten beitrag), poste ich zur abwechslung den text, den ich heute sicher lesen werde, schon im voraus in der textsuppe. Ich hoffe, ich schrecke dadurch nicht zu viele leute vom besuch der veranstaltung ab, aber aufklärung ist wichtig, gerade in der heutigen zeit. Vielleicht lese ich ja auch in letzter minute, wie schon oft vorgekommen, einen ganz anderen …

Was Sie nicht wussten über Linz, aber ich …

Ich möchte heute meinem öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag nachkommen, den ich seit kurzem wegen jahrzehntelanger Nicht-Zahlung der GIS-Gebühren als Ersatz für die eigentlich fällige Haftstrafe ableisten muss. Darum stelle ich euch heute eine Stadt vor, die viele von euch nicht kennen werden: Linz.

Linz wurde vor 21.000 Jahren während der letzten Eiszeit als Forschungsstation der Atlantäer gegründet. Leider war dieses hochentwickelte Volk mit seinen unerschöpflichen Energiequellen dem Untergang geweiht, als ein damaliger Techniker einen Fahrstuhl der Firma Ikea falsch zusammenbaute und nach dem Einschalten der ganze Kontinent in den Keller fuhr – sprich: In den Ozean.Blöderweise war auch noch Wochenende, somit blieb das Problem bis Montag 9 Uhr unentdeckt, aber da war es schon zu spät.

Bekannterweise wurde durch diese Katastrophe von Atlantis der große Immobilien-Crash von 20.133 (auch bekannt als der schwarze Gründonnerstag) eingeleitet. Fast alle damaligen Neanderthaler waren in Immobilien von Atlantis investiert und der Wert bewegte sich nun schlagartig irgendwo bei -4000 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Neanderthaler starben aus. Die Forschungsstation wurde aufgelöst.

Erst vor 5000 Jahren siedelten sich schließlich die Ägypter in Linz an und erbauten hier unter anderem die Leberkas-Pepi-Pyramide und den warmen Hans. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden steinernen Katzen vor dem Hauptbahnhof der jetzigen Grottenbahn.

Als aber ca. 50 v. Gottes Sohn die USA einen Krieg gegen das römische Imperium gewannen, wurde Linz erneut zerstört, die Sklaverei wurde verboten und ein schnurrbärtiger Germane errichtete den ersten Restaurantbetrieb mit warmer Küche in der Stadt – auch bekannt als „Hermann Göhrings Schnelle Pizza“.

Linz hat zur Zeit zwei Einwohner – einer in Linz, einer in Urfahr – und ca. 1 Mio. Arbeitsplätze hauptsächlich durch den weltweiten Pizza-Lieferservice. Weitere große Arbeitgeber sind die Chemie Linz, sowie die öffentliche Toilette am Hauptplatz.

Es riecht auch hervorragend in Linz, seit die erwähnten Chemiewerke sich das Rezept für Chanel Nummer 5 von Pirate Bay runtergeladen haben und nun durch Dauerparfumierung der Stadt für ein gutes Image sorgt. Mir persönlich ist Nummer 5 ja zu vulgär. Ich bevorzuge Egoϊste.

Seit einigen Jahren muss sich Linz allnächtlich mit einem sehr ärgerlichen Zombie-Problem herumschlagen, das aber durch die Auslegung von giftigen Leberkas-Semmerl und der freien Ausgabe von Schrotflinten wieder halbwegs in den Griff bekommen wurde. Leider ergab sich nun ein neues Problem, das der als Menschen verkleideten Kanarienvögel. Sie tragen hauptsächlich dunkle Uniformen und Kapperl und sind sehr schwer zu enttarnen, da sie sich intelligent stellen können.

Übrigens wurde vor sechzig Jahren in Linz die Brücke erfunden, wodurch sich die beiden Einwohner auch das erste Mal Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen konnten. Sie mochten sich nicht.

Einen nennenswerten Fluss oder Berg gibt es in Linz nicht, das Wetter ist unangenehm aber regelmäßig. Jeweils zu Mittag regnet es Frösche, abends dann Manner-Schnitten.

Viele wissen nicht, dass der erste Mensch im Weltall ein Linzer war – der Affe „Adi“. Er brachte das Vakuum mit auf die Erde. Es wird seither im Botanischen Garten gepflegt. Weitere bedeutende Erfindungen aus Linz waren zum Beispiel der Weltkrieg, Klopapier aus Stahlblech, das trockene Brot, sowie das Burn-Out-Syndrom, das von kommunistischen Elementen entwickelt wurde, um durch zu hartes Arbeiten die Gesellschaft zu schädigen.

Linz hat keinerlei Schulen, Universitäten, Kirchen oder Krankenhäuser. Jeder weiß alles, ist Atheist und ist immer gesund. Die meisten Menschen sterben an Langeweile.

Wofür also nach Linz fahren, die Pizza wird nach spätestens 20 Minuten ins Haus geliefert. Ich komme jedenfalls nie wieder. Hier muss ich soviel gähnen.

Man sieht wieder einmal deutlich, dass das niveau des slams von anderen gehoben werden muss … 🙂





Und nichts weiter …

8 05 2009

wenn einmal dereinst dein letzter schlag ertönt – mein herz
vergib mir meine ausschweifungen
die dich früher oft nah an deine grenzen trieben
tapfer hast du geschlagen
fest und unverzagt

doch muss ich nun die wahrheit sagen
ich glaube nicht
an eine seele, einen geist
der in dir wohnt

wenn dereinst dein letzter schlag ertönt
wirst du ruhen und zerfallen und dein haus rundum mit dir
zu staub werden
zur erde zurückkehren
und nichts weiter

vor meiner geburt war ich tot
nach meinem tod bin ich es wieder
es hat mich vorher nicht gestört
und wird’s auch nachher nicht

ich glaube an keinen dualismus
von körper und geist und damit ist eigentlich
schon alles gesagt
doch möchte ich noch etwas klarstellen

ich brauche keinen schöpfer
keinen großen bruder, der überall zugegen ist,
der meinen gedanken belauscht in einem ewigen lauern
mich zur hölle fahren zu lassen

sollen die doch davon träumen oder sich fürchten (zur hölle zu fahren)
die solchen ängstlichen phantasien etwas abgewinnen können
vielleicht weil sie fürchten, sie könnten sonst keine guten menschen sein
oder könnten keine moral und ethik besitzen
würde eine mächtige allesverschlingende gewalt
ihre seele nicht zur strafe quälen

jene, die eine ewige folter als sinnstiftend empfinden
oder ein ewiges frohlocken, vielleicht ein ewiger rausch
ihnen möge doch bitte geholfen werden
jene, die ihr leben nicht mit sinn und freude anfüllen können
die glauben, kein schmerz und keine trauer könnte gelindert werden
kein atemzug frei getan, gäbe es eine seele nicht, ein leben nach dem tod,
ein paradies, einen oder mehrere götter,
sind kinder
sie brauchen einen trost, den sie sich wie eine gütige mutter
herbeiweinen können
sie sind im leiden gefangen
im materialkrieg der evolution
reicht einem niemand die hand
meinen sie
könnte es kein mitleid geben und keine hilfe

danach, dahinter, später
dort vermuten sie ihre gerechtigkeit
dort darf sie nur sein
doch dort oben
drehen sich nur die sterne, die planeten
brennen atomare feuer
wirken unbeschränkte kräfte

wir selbst
wir menschen
sind tiere
anhäufungen von zellen
sind bakterien
sind die erben
einer vervielfältigungsmaschine
vor milliarden von jahren entstanden
nicht erschaffen
nicht herbeigezaubert
so seht das doch

wir tragen unsere verantwortung ganz alleine
wann werden wir erwachen, uns den rotz von der nase wischen
und uns umsehen
alles um uns ist SO (es ist doch alles da)
kein wunder
keine magie
keine erhörten gebete
wer loslassen kann
sich in die freiheit des lebens hinaustraut
wird nach dem ersten tasten und fürchten
eine welt entdecken
die viel wunderbarer und erfüllender ist
als aller glaube an götter und magie je sein kann
wir sind das leben
unsere zellen gehorchen uns nicht
sie gehören uns nicht

und gehen wir dereinst
kommt unser kreislauf zur ruhe
so ärgert euch nicht
niemand hat euch angelogen
ihr hättet die wahrheit immer sehen können
klar und deutlich habt ihr sie vor augen

seid euch sicher
ich verstehe euer leiden
genauso wie ihr das leiden
anderer versteht
empathie und moral ist uns angeboren
ist ein instinkt
das helfen steckt in jedem von uns
wie die sprache
wie die vernunft
wie das sehen
und das hören

seid vernünftig
seht doch wer ihr seid
klopfende herzen
wunderbar
wieviele wunder braucht ihr noch
mir ist dieses alles
das größte und einzige wunder
eine symphonie, die sich selbst schreibt
und sich selbst hört
eine vollkommene leere
die alles ausfüllt
würde ich daran etwas ändern wollen,
herbeiwünschen, herbeibeten,
was für ein kleinlicher mensch wäre ich
ein spiegel voller staub
ein vogel der nicht fliegen will

darum höre: wenn dereinst dein letzter schlag ertönt – mein herz
wirst du ruhen und zerfallen und dein haus rundum mit dir
zu staub werden
zur erde zurückkehren
und nichts weiter
und nichts weiter