In Memoriam joeplatter – Tokioleiche

4 11 2010

Eines der besten videos des kürzlich verstorbenen, wunderbaren joeplatter.

Tokioleiche

„… und dann: mitten in Tokio, als manager, brech ich zusammen. Ich trage einen schwarzen anzug. Bin chinese oder was.“





Die ästhetik der geschlechtslosigkeit – die frage der woche feat. joeplatter

4 11 2010

„Sehr geehrter Herr Monet,

heute plagt mich Vages aus Spieltheorie und Geschlechtserforschung. Konkret: Warum haben Barbie und Ken keine Reproduktionsorgane? Ist das wegen des amerikanischen Puritanismus oder wegen der Ästhetik?

Und was sind die Folgen dieser spielerischen Kastration für die Gegenwart, in der aktuell tausende mit Produkten aus dem Hause Mattel Großgewordene an die Schalthebel der Macht drängen? – Hochachtungsvoll und besorgt,
Frau Minkasia

Barbie und Ken entstammen beide aus dem geschlecht der puppenartigen. Puppenartige waren immer schon sehr oberflächliche wesen und vor allem eins: artig! Brav sind die meisten puppen und damit zwar nicht geschlechtlos, doch ohne primäre geschlechtsmerkmale. Klarerweise kommt diese einschränkung aus dem katholischen, haben doch die mitglieder der vatikanösen monarchie nie eine veranlassung gesehen, sich dahingehend (reproduktionstechnisch) genauer zu definieren. Durch den zölibatären lebensstil wird die vervielfältigung der gene völlig aus dem alltag ausgelöst und die person somit quasi entmenschlicht, bzw. verpuppt. Mattel als verlängerter kapitalistischer arm der kirche steht hier in jahrtausendealter tradition und propagiert das wirksamste aller verhütungsmittel: die enthaltsamkeit.

Der sieg des glaubens / der meme über die gene!

Und außerdem sind geschlechtsteile schiach! Bäh!

Herzlichst,

Ihr René Monet

PS: Im anbetracht der geringen aufmerksamkeit (nur 29 views!), die einem unserer ehemals genialsten geister in österreich gewidmet wird, möchte ich erstmals und wahrscheinlich letztmals hier auf joeplatter verweisen. Er möge die herbstlichen schlussworte sprechen! Ruhe in frieden.

Zitat: „… zum beispiel ab und zu eine irische blondine bitten zur liebe … oder was mir besonders behagt: die kubanerinnen!“ – Schön!