Linz

24 06 2010

Da heute post-skriptum-poetry-open-air-slam ist (siehe letzten beitrag), poste ich zur abwechslung den text, den ich heute sicher lesen werde, schon im voraus in der textsuppe. Ich hoffe, ich schrecke dadurch nicht zu viele leute vom besuch der veranstaltung ab, aber aufklärung ist wichtig, gerade in der heutigen zeit. Vielleicht lese ich ja auch in letzter minute, wie schon oft vorgekommen, einen ganz anderen …

Was Sie nicht wussten über Linz, aber ich …

Ich möchte heute meinem öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag nachkommen, den ich seit kurzem wegen jahrzehntelanger Nicht-Zahlung der GIS-Gebühren als Ersatz für die eigentlich fällige Haftstrafe ableisten muss. Darum stelle ich euch heute eine Stadt vor, die viele von euch nicht kennen werden: Linz.

Linz wurde vor 21.000 Jahren während der letzten Eiszeit als Forschungsstation der Atlantäer gegründet. Leider war dieses hochentwickelte Volk mit seinen unerschöpflichen Energiequellen dem Untergang geweiht, als ein damaliger Techniker einen Fahrstuhl der Firma Ikea falsch zusammenbaute und nach dem Einschalten der ganze Kontinent in den Keller fuhr – sprich: In den Ozean.Blöderweise war auch noch Wochenende, somit blieb das Problem bis Montag 9 Uhr unentdeckt, aber da war es schon zu spät.

Bekannterweise wurde durch diese Katastrophe von Atlantis der große Immobilien-Crash von 20.133 (auch bekannt als der schwarze Gründonnerstag) eingeleitet. Fast alle damaligen Neanderthaler waren in Immobilien von Atlantis investiert und der Wert bewegte sich nun schlagartig irgendwo bei -4000 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Neanderthaler starben aus. Die Forschungsstation wurde aufgelöst.

Erst vor 5000 Jahren siedelten sich schließlich die Ägypter in Linz an und erbauten hier unter anderem die Leberkas-Pepi-Pyramide und den warmen Hans. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden steinernen Katzen vor dem Hauptbahnhof der jetzigen Grottenbahn.

Als aber ca. 50 v. Gottes Sohn die USA einen Krieg gegen das römische Imperium gewannen, wurde Linz erneut zerstört, die Sklaverei wurde verboten und ein schnurrbärtiger Germane errichtete den ersten Restaurantbetrieb mit warmer Küche in der Stadt – auch bekannt als „Hermann Göhrings Schnelle Pizza“.

Linz hat zur Zeit zwei Einwohner – einer in Linz, einer in Urfahr – und ca. 1 Mio. Arbeitsplätze hauptsächlich durch den weltweiten Pizza-Lieferservice. Weitere große Arbeitgeber sind die Chemie Linz, sowie die öffentliche Toilette am Hauptplatz.

Es riecht auch hervorragend in Linz, seit die erwähnten Chemiewerke sich das Rezept für Chanel Nummer 5 von Pirate Bay runtergeladen haben und nun durch Dauerparfumierung der Stadt für ein gutes Image sorgt. Mir persönlich ist Nummer 5 ja zu vulgär. Ich bevorzuge Egoϊste.

Seit einigen Jahren muss sich Linz allnächtlich mit einem sehr ärgerlichen Zombie-Problem herumschlagen, das aber durch die Auslegung von giftigen Leberkas-Semmerl und der freien Ausgabe von Schrotflinten wieder halbwegs in den Griff bekommen wurde. Leider ergab sich nun ein neues Problem, das der als Menschen verkleideten Kanarienvögel. Sie tragen hauptsächlich dunkle Uniformen und Kapperl und sind sehr schwer zu enttarnen, da sie sich intelligent stellen können.

Übrigens wurde vor sechzig Jahren in Linz die Brücke erfunden, wodurch sich die beiden Einwohner auch das erste Mal Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen konnten. Sie mochten sich nicht.

Einen nennenswerten Fluss oder Berg gibt es in Linz nicht, das Wetter ist unangenehm aber regelmäßig. Jeweils zu Mittag regnet es Frösche, abends dann Manner-Schnitten.

Viele wissen nicht, dass der erste Mensch im Weltall ein Linzer war – der Affe „Adi“. Er brachte das Vakuum mit auf die Erde. Es wird seither im Botanischen Garten gepflegt. Weitere bedeutende Erfindungen aus Linz waren zum Beispiel der Weltkrieg, Klopapier aus Stahlblech, das trockene Brot, sowie das Burn-Out-Syndrom, das von kommunistischen Elementen entwickelt wurde, um durch zu hartes Arbeiten die Gesellschaft zu schädigen.

Linz hat keinerlei Schulen, Universitäten, Kirchen oder Krankenhäuser. Jeder weiß alles, ist Atheist und ist immer gesund. Die meisten Menschen sterben an Langeweile.

Wofür also nach Linz fahren, die Pizza wird nach spätestens 20 Minuten ins Haus geliefert. Ich komme jedenfalls nie wieder. Hier muss ich soviel gähnen.

Man sieht wieder einmal deutlich, dass das niveau des slams von anderen gehoben werden muss … 🙂

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Open air slam und wer will nen cowboy als mann?

16 06 2010

Am 24. juni am OK-platz vorm Solaris ist der nächste post-skrotum … äh … skriptum open air slam und weil wir mit unserem ganzen geld die sonne bestochen haben, dass sie aufgeht und die wolken bestochen haben, dass sie weggehen, gibts auch kein problem, falls es regnen würde, weils einfach nicht regnen wird! So.

Und weils so schön ist gibts am 1. juli noch die letzte lesebühnen-show im wintergarterl des grand café zum tothen krebsen, mit dem diestägigen thema „cowboys und indianerinnen“ oder „cowgirls und indianer“ oder so ähnlich! Wir erwarten uns rege anteilnahme und viele viele spenden in der gegend  3,- eypos herum, damit die tombola des grauens ausverkauft wird und sich die lesebühnenmitglieder und die geladenen gäste refinanzieren können … Bier ist NICHT billig! Wegen den texten wärs ja eh nicht.





Näxt boädri släm … äh poetry slam … in se bosthof!

26 01 2009

Der nächste guteste poetry slam wird in das ja diesjährig noch jungfräuliche Linz hineinpenetriert! Da, nimm es!

Er findet statt am 30. jänner 2009 im Posthof in Linz und kostet 3/5/7. Karten lieber vorbestellen, es wird laut ungenannt bleibenden quellen schon knapp, allerdings könntma dann ja einfach den nächstbesten saal ausfüllen… oder wir gehen auf die straße. Tragt den literatursport in die welt hinaus, hat mein gott mir gestern abend bei einem spliff noch erzählt, also gott – schau oba: Hiermit erledigt!