Am 12. nov. 2009, also donnerstag, also überübermorgen, also in 3 tagen gehts weiter mit der ersten linzer lesebühne „text and the city“. Wiedereinmal heißt es „ab in den keller“ und zwar in den keller der alten welt am hauptplatz, wo Meindl, Buttinger, Weidenholzer, Sommer und meine wenigkeit erneut versuchen, die welt und das leben in worte zu fassen. Richtig gelesen. Unser mundart- und performanceliebling Didi Sommer wird es diesmal schaffen, das mittlerweile allgegenwärtige burn-out-syndrom abzustreifen, um sich mit uns in den gewölben der alten welt zu verirren. Aber nicht nur das: Tombola, Buchrezension, „rückblick auf höhepunkte der satire“, 80er jahre analog-synthi-gedudel und vieles mehr warten in den dunklen katakomben einem lauschenden publikum.
Beginn ist wieder 20 uhr, bitte ein bissl pünktlicher als letztes mal, der eintritt ist frei (trotzdem kleingeld nicht vergessen)! Rauchen und saufen erlaubt. Über weiteres könnma diskutieren.
Nach einem abend voller momente des scheitern-könnens und des zulassens eines möglichen totalen fiaskos, ein paar fotos der premiere der ersten linzer lesebühne im keller der alten welt. Danke an alle anwesenden!
Besonderer dank an Minkasia, Button, Anna – und Jürgen Wenter für die fotos!
Nächster termin am 12. november, same time, same station …
Es musste doch so kommen! Die einstigen lone rangers und desperados der literatur- und poetry-slam-szene klumpen sich zusammen und gallopieren ab 1. oktober monatlich(!) in den sonnen- und weltuntergang! Lentia erhält mit thalias gnaden ihre erste regelmäßige lesebühne. Es reiten, schießen, spucken, schreien, rauchen und saufen für euch die gesetzlose Dominika Meindl aka Minkasia, der berüchtigte Klaus Buttinger aka Button, die schneller als der schatten ziehende Anna Weidenholzer aka Anna Weidenholzer, der verruchte René Bauer aka René Monet. Das kopfgeld kassieren wir zuallererst für: Didi Sommer, das slammerfilet und unser erster gast aus der bundeshauptstadt.
Gelesen wird in Linz im keller der Alten Welt am 1. oktober 2009, 20 uhr, eintritt (noch) frei.
Zu erwarten sind high-noon wortduelle, verbale entgleisungen, aktionskunst, zerstörung und primitive simplifizierungen, sowie eine tombola. Kurz: „Wir defäktieren uns nichts!“
der mit der atheisten-buskampagne unterwegs ist, but don’t worry and enjoy life. Die wiener linien haben (vertragswidrig – laut aussage der AG-ATHE) ihre zustimmung zur kampagne zurückgezogen. Es scheint, dass nur christliche werbung für die lange nacht der kirchen nicht unter die „Grundsätze der Wiener Linien, keine Werbung für politische Parteien oder religiöse Glaubensgemeinschaften auf den Fahrzeugen der Wiener Linien zuzulassen“ fällt.
Vielleicht sollte man nun statt den fahrzeugen die bushaltestellen plakatieren, wenn das anscheinend kein problem macht?
Ich hab jedenfalls ein mail an die wiener linien geschickt:
„Sehr geehrte Damen und Herren,Es ist mir ein bedürfnis, ihnen auf diesem weg mein tiefes bedauern auszudrücken, dass es ihnen nicht möglich schien, die atheisten-buskampagne mit dem slogan „es gibt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit keinen gott etc.“ vereinbarungsgemäß zu starten. Ich dachte, dass freie meinungsäußerung ein wertvolles gut sei – wichtig in einer funktionierenden demokratie – und bedaure, dass sie das anders sehen.Die selbe kampagne läuft in vielen staaten der europäischen union und der welt ohne schwierigkeiten, wie zB in großbritannien, spanien, USA, kanada, etc. Ihre begründung, warum dies für einen aufgeklärten, säkulären, modernen staat wie österreich NICHT möglich sein soll, würde ich gerne hören.Ihren guten vorwand, keine werbung für „politische Parteien oder religiöse Glaubensgemeinschaften“ zuzulassen finde ich allerdings sehr lobenswert und freue mich, dass sie sich endlich zu diesem wichtigen schritt durchgerungen haben. Ich hoffe, ich werde in zukunft nicht überrascht, plötzlich doch politische oder religiöse inhalte auf den werbeflächen der wiener linien vorzufinden.Gerne werde ich die zukünftige einhaltung dieser ihrer grundsätze überprüfen und sie auch gelegentlich an ihr versprechen erinnern, sollte es ihnen doch einmal „entfallen“.Für eine antwort auf meine frage bin ich schon jetzt sehr dankbar.“
Antwort der Wiener Linien:
„Sehr geehrter Herr (…)!Die Gewista besitzt im Rahmen der Vermarktung der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien mit den Wiener Linien das Arrangement, Aufträge für politische Werbung und Religionsgemeinschaften im weitesten Sinne nicht anzunehmen. Bei der von uns erteilten ursprünglichen Freigabe ist es auf Sachbearbeiterebene fälschlicherweise zu einer Freigabe gekommen, welche dem Inhalt dieses Arrangements nicht entspricht. Erst nach Kenntnisnahme durch die Geschäftsführung wurde dieser Fehler erkannt und die Affichierung gestoppt. Es wurde bei dieser nachträglichen Rücknahme dieser Freigabe kein Druck von außen durchgeführt. Es handelt sich dabei – wie bereits erwähnt – um dieses vertragliche Grundsatzarrangement zwischen Gewista und den Wiener Linien, welche wir einzuhalten haben.Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Information helfen konnten.Mit freundlichen GrüßenWiener Linien GmbH & Co KG
Kundendienst“
Nun ist die buskampagne auch nach Österreich geschwappt. Zu sehen sind sie in Wien auf den bussen der linien 13A und 14A. Als erklärter agnostiker unterstütze ich die initiatoren des projekts und stelle links und slogan auf diesen blog. Für eine weiterführung der aktion wurde ein spendenkonto eingerichtet.
Wieder einmal plagt mich das nichtwissen und die anstrengung, es zu überwinden wird von der geschätztesten tugendterroristin Minkasia übernommen:
„Liebste Minkasia,aufgrund zahlreicher unentschuldbarer verfehlungen der von mir eigentlich so hochgeschätzten österreichischen gesellschaft, also der gesamtheit an potentiellen menschen, denen ich begegnen könnte und kann und auch zu einem kleinen teil schon begegnet bin, überlege ich mir derzeit einen rückzug aus ebendieser, um mich unmissverständlich zu positionieren, will sagen meinen unmut klar auszudrücken und eine weitere an mich herangetragene verrohung (stichwort tagespolitik) zu vermeiden.Kurz: Ich möchte eremit werden. Und schriftsteller. Eremitierter schriftsteller sozusagen. Um nicht mit desavouierten diktatoren in südlichen, ölreicheren ländern verwechselt zu werden, schließe ich die bewohnung eines erdloches aus und ziehe eher eine felshöhle, eine abgelegene schwedische insel oder eventuell sogar eine verlassene holzhütte im gebirge in betracht.
Gibt es bei der wahl des wohnortes etwas zu beachten? Wie kann meine baldige abschottung möglichst effizient erfolgen?
Aufgenommen im gasthaus Schumergruber/Hörsching, gemeinsam mit Bob Zabek und Didi Sommer.
Mia wiad a weng dumpa, mia föd a weng d’kraft
Im gschäft hams nua klumpat, im gulasch nua saft
Woit singa a liadl im Franz und im Schorsch
Aba da Franz is a nazi und da Schorsch is a oasch
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